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Friedenstaubenduathlon in Neuberg

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08.10.2006: Friedenstaubenduathlon in Neuberg

Bei bestem Wetter und zusammen mit Daisy ging es am So. in Neuberg an den Start. Ich war vorsorglich ein bißchen früher losgefahren um noch genug Zeit zum Aufwärmen zu haben, daher war die Wechselzone noch ziemlich leer und ich konnte mein Rad an einem guten Platz am Ausgang abstellen.


10:00Uhr - Start! Ich hatte mich so in der 4./5. Reihe eingefunden und fand sehr schnell meinen Rythmus. In Anlehnung an den Ironman Frankfurt waren die Steigungen mit Schildern markiert - als ob man es sonst nicht merken würde ;-), aber eine nette Idee. Ca. bei Kilometer eins der Laufstrecke wartete die  "1.Competition", direkt nach dem 2km wo ich mich in 8:20 sehr gut fühlte wartete der "Heartbreak Hill" den ich ganz gut wegsteckte, danach musste ich mich dennoch ein wenig bremsen um nicht Gefahr zu laufen auf der Radstrecke einzubrechen.  Nach dem "Magic Forest" - ein kleiner gewundener Lehmweg durch den Wald und "Last Breath", welche beide innerhalb des letzten Kilometers lagen, ging es nach einem schnellen Wechsel und ca. auf Position 30 liegend auf die Radstrecke.

Uwe Wagner

Am Anfang überholte ich 5-6 Fahrer die für meinen Geschmack viel zu langsam fuhren, wie sich später heraustellen sollte kannten sie die Strecke einfach besser als ich und fuhren mit dem gebührendem Respekt los. Die Strecke führte aus der Luft gesehen in Form einer auffliegenden Taube, dewegen auch der Name der Veranstaltung, über Rüdigheim nach Marköbel von dort über die A45 Richtung Hüttengesäß und schließlich wieder zurück nach Neuberg, wo dann die zweite Runde folgte.

Auf der ersten Runde fand sich nach ca. 5 gefahrenen Kilometern eine Gruppe von vier Fahrern. Wir wechselten uns mit der Führung ab und schoßen über die Feldwege an deren Enden des öfteren die eine oder andere Engstelle oder 90°-Kurve lauerte. Am Rande war ein weiteres Schild zu sehen. "Little Beast" stand da und ich trat frohen Mutes unten im Berg an.Eine halbe Minute später klebte ich mit 3km/h am Anstieg und meine Obeschenkel brannten wie Feuer. Das es den Anderen nicht viel anders ging tröstete mich etwas. Kurze Zeit später ging es in den kühlen herbstlichen Wald wo es meist auf Schotterwegen für meinen Geschmack gut voran ging.

Ein Mitfahrer meinte zu mir:" Achtung! Gleich geht es rechts ziemlich steil hoch!" Er sollte recht behalten. Nach diesem Anstieg, dessen Namen ich bereits wieder verdängt habe, fiel unsere Gruppe auseinander und ich erstmal hinten raus. Auch während der restlichen Runde konnte ich nicht mehr zu den anderen aufschließen, stattdessen kamen Mitte der 2.Runde wieder Fahrer an mir vorbei, die ich ganz zu Beginn so furios überholt hatte. Der letzte Hügel, auch der Radstrecke, war "Last Breath" und ich merkte das meine Oberschenkel anfingen sich zu verkrampfen, obwohl ich über die gesamte Radstrecke verteilt Kohlenhydrate zu mir genommen hatte. Plötzlich! Klack! Was war passiert?

Kette runter und das 200m vor der Wechselzone. Ich entschied mich sofort dafür den Rest des Weges zu Laufen und gegen ein vielleicht etwas länger dauerndes abstellen des Rades und Kette wieder aufziehen. Ich ärgerte mich etwas und unter den Hinweisen der Zuschauer, dass ich doch noch bis zum Balken fahren könnte, ging es zum zweiten mal in die Wechselzone. Nach einem wiederum sehr zügigem Wechsel und immernoch auf Position 34 liegend, lief ich mit dicken Beinen los.

Schon am Anfang spürte ich das es sehr schwer werden würde noch unter den 2Std. zu bleiben. Mir blieben noch etwa 33min. Unter normalen Umständen kein Problem, aber nach der Strecke? Der erste Kilometer in sechs Minuten; der zweite in fünf, dann standen die Hügel an, die ich beim ersten Lauf locker mitgenommen hatte. Ich lief, ich trabte, ich ging. Mittlerweile hatten mich ca. 10 Läufer überholt und ich wollte nur noch ankommen.

Nach 2:01:59min war es geschafft und ich freute mich über den 50.Platz in der Gesamtwertung und den 7.Platz in der Altersklasse. Auch wenn ich es mir direkt danach noch nicht vorstellen konnte - nächstes Jahr bin ich wieder dabei und versuche mit etwas mehr Vorbereitung auf diesen Wettkampf unter die 2Std. zu kommen.

 

 - Felix-

 

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