26.08.2007: 6. Rodgau Triathlon
Ca. drei Monate vor der Veranstaltung waren alle Startplätze bereits vergriffen. Nicht ohne Grund, denn jedes Jahr auf's Neue stellt der Veranstalter für den Einsteiger und für die Hobbyathleten einen tollen Event auf die Beine. Im Gegensatz zum Vorjahr war der Badesee um 2°C wärmer. Das Thermometer zeigte wohlige 20,5°C an. Dazu kamen angenehme Aussentemeraturen von 24°C und es herschte nahezu Windstille, was sich auch in den Radsplits bemerkbar machen sollte.

Ich tauchte pünktlich um 10Uhr mit der ersten Jedermann-Gruppe in den Badesee ein. Es waren 400m in einem Dreieckskurs zu absolvieren. Später erfuhr ich von meinem kleinen Fanclub, dass ich die erste Boje als Erster anschwamm. Was von aussen schön zu beobachten ist, konnte ich leider nicht sehen, sonst hätte ich wahrscheinlich etwas Tempo rausgenommen. Ich ging das Schwimmen also viel zu schnell an und spätestens ab der letzten Boje war mein Armzug nicht mehr wirklich flüssig. Ich musste ab und zu zum Brustschwimmen übergehen um die Arme zu entlasten und um mich besser orientieren zu können. Trotz der vielen Lagenwechsel kam ich als 18. nach 7:07min etwas torkelnd aus dem Wasser.
Ein bekanntes Phänomen, denn wenn plötzlich wieder die Schwerkraft auf den ganzen Körper wirkt sackt das Blut erstmal in die Beine und erschwert das Laufen ungemein. Nach einem passablen Wechsel ging es auf die Radstrecke. Leider passierte dort nicht viel, sprich ich überholte vier Teilnehmer und wurde wiederum von vier anderen überholt. Die Strecke führte Richtung Rollwald übers Feld nach Waldacker und von dort die Kreisquerverbindung zurück nach Nieder-Roden. Mit einem ordentlichen 35'er Schnitt für die 14km kam ich wieder an den Badesee.
Die ersten Schritte gingen überraschend leicht und ich begann sofort die vor mir Laufenden zu überholen. Plötzlich machte sich wieder der altbekannte Schmerz im rechten Unterbauch bemerkbar und ich musste Tempo rausnehmen. Als dann noch ein Läufer an mir vorbeizog der in meiner Altersklasse zu sein schien, galt es die Zähne zusammen beißen und dran bleiben. Bei Kilometer eins kam mir der Sieger auf der vier Kilometer langen Wendepunktstrecke entgegen, er sollte an diesem Tag einen neuen Streckenrekord aufstellen. Kurz vor dem Wendepunkt setzte ich mich vor meinen Begleiter und versuchte ein paar Meter zwischen uns zu bringen, dies gelang leider nicht und so liefen wir bis kurz vor dem Ziel zusammen.
Auf den letzten 300m lief ich ihm dann im Sprint davon; wenn ich diese Energie doch auf die gesamte Laufstrecke verteilen könnte ;-) Ich kam nach 52:02min ins Ziel, dies bedeutete für mich eine Verbesserung von knapp zwei Minuten gegenüber dem Vorjahr, den Altersklassensieg in der M20 und den 18. Gesamtrang. Zufrieden mit diesem Ergebnis geht es jetzt in die Marathonvorbereitung. Dazwischen werde ich noch maximal zwei Wettkämpfe bestreiten, dazu wird auf jeden Fall der Duathlon in Neuberg anfang Oktober zählen, auf den ich mich schon jetzt freue.
-Felix-










