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Churfranken Triathlon Staffel 2009

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Der Wecker klingelt pünktlich um halb 7. Es ist tatsächlich Sonntagmorgen und heute steht ein besonders familiäres Ereigniss an - der 1. Churfranken Triathlon in Niedernberg. Zwei Scheiben mit Marmelade, schnell noch das Fahrrad ausseinanderbauen und schon biegen sie um die Ecke.

Meiner Schwester Lisa sehe ich sofort die "Vorfreude" auf das Schwimmen an. So weit ich mich erinnern kann ist dies bis auf einen 2km Schülerlauf in Karlsruhe vor zig-Jahren der erste Ausdauerwettkampf an dem sie teilnimmt. Ab gehts nach Niedernberg - auf dem Weg zum Niedernberger See blinzelte uns die Sonne ins Gesicht. Als wir dort ankamen machte sich angesichts der vielen Sportler in Neos sofort eine erwartungsfrohe Stimmung breit.

Nachdem wir die Wechselzone dreimal hoch und wieder runtergelaufen waren stellten wir fest, dass es für die Staffeln keine festen Wechselpätze gab. Kurzerhand stellte ich mein Rad direkt an den Ausgang der Wechselzone, da man so am schnellsten losfahren konnte - dachte ich.

Vorfreude auf das Schwimmen Wie man hier sehen kann wich die Anspannung meiner Schwester langsam einer Art "fröhlichen Panik" vor dem bevorstehenden Schwimmen. Nachdem die Kurztriathleten gestartet waren wurde von der Organisation noch auf den Ablauf der Sprint und Staffeldistanzen hingewiesen, u.a. einer Stop&Go Stelle auf der Radstrecke, Windschattenverbot und auf diverse Wechselgeflogenheiten.

Das Einschwimmen wurde zu einer eher kurzen Angelegenheit, aber man will ja nicht schon vorher die Körner verschießen. Um Punkt 9.30Uhr ging es dann schließlich auch für uns los. Lisa ging gemählich ins Wasser um sich aus dem Gedränge herauszuhalten und ließ die anderen sich ersteinmal austoben. Sie überholte bis zur 300m Wende viele andere Brustschwimmer und kam zu unsrer Freude als einer der ersten Brustschwimmer wieder aus dem Wasser.

Nun zeigte sich das meine Schwester mit 14:56min im Wasser alles gegeben hatte und das der Wechselplatz ganz am Ende der Wechselzone doch ziemlich weit weg (ca. 250m) und damit nicht besonders geeignet für eine Staffel war. Da diesen "Fehler" alle Staffeln machten die vor uns die Wechselzone verließen war dies aber kein besonderer Nachteil. Wir lagen nach dem Schwimmen auf Rang 34.

On top of the hill

Gleich von Anfang an began ich auf dem Rad Fahrer von der Sprintdistanz zu überholen, die nach dem Schwimmen ersteinmal ihren Tritt finden mussten. Über die B469 ging es links weg, Richtung Obernburg. Auf dieser schnurgeraden Straße reihten sich die Fahrer bis zum Horzont vor mir auf und ich versuchte ein gleichmäßig hohes Tempo zu fahren. Ich konnte die ersten Staffelfahrer überholen und orientierte mich gleich wieder zum nächsten Fahrer. Der einzige Fahrer der mich auf der gesamten Radstrecke überholen konnte, flog hier mit ca. 45km/h und einem sehr schönen Zeitfahrhelm an mir vorbei.

In Obernburg ging es dann rechts Richtung Mömlingen. Mit einem knackigen Anstieg von ca. 4km Länge war dies der anspruchsvollste Teil der Radstrecke. Auch hier lief es relativ gut und ich konnte einige Fahrer überholen. Oben angekommen wartete zunächst der Photograph, dann die Abfahrt nach Mömlingen auf die Fahrer. Eine technisch sehr anspruchsvolle Abfahrt mit drei Serpentinen, die aber gut durch die Freiwilligen gesichert wurden. Meine Höchstgeschwindigkeit nach Mömlingen hinunter, stolze 70,5km/h! Gleich ging es von da wieder bergan in Richtung Pflaumheim, ich konnte hier weitere Staffelfahrer überholen. Oben angekommen ging es erst etwas wellig weiter, dann wieder in der Abfahrt durch die Weinberge Richtung Niedernberg. Auch hier musste man zweimal fast auf Nulll abbremsen und wieder antreten. Insgesamt eine sehr selektive Radstrecke. Am Ende überholte ich noch eine ca. 10 Fahrer starke Gruppe und kam ganz plötzlich in die Wechselzone. Ich war mir eigentlich sicher das der Wechsel erst am See kommen sollte, aber nun lief ich auf der Suche nach Sönke durch die Wechselzone, in der Hoffnung das sie diese Änderung auch mitbekommen hatten.

...und tatsächlich, kurz vor der Wechselmatte wurde ich schon erwartet - noch schnell den Zeitmesschip wechseln und weg war er.

Laufen und Trinken Wir wechselten an Position 17 liegend auf die 5km Laufstrecke. Da die Zeitmessung ausgangs der Wechselzone versagte habe ich leider keine individuelle Radzeit. Der Schnitt dürfte aber sobei ca. 31km/h gelegen haben.

Sönke hatte sich ebenfalls akribisch auf dieses Event vorbereitet. Auch ein Bänderriss konnte ihn nicht stoppen hier zu laufen. Nur was das Baumwoll T-Shirt angeht, sehe ich angesichts 30°C im Schatten noch Optimierungspotenzial.

Zieleinlauf2

Mit einer klasse Laufzeit von 25:13min kämpfte sich Sönke für unsere Staffel noch auf den 15.Rang nach vorne. Wir "flogen" nach 1:37:55Std. gemeinsam durch das Cheerleaderspalier ins Ziel.

 

Die Tri-Benjis widmen ihre unerwartet gute Platzierung natürlich unserem ewigtreuen Benji. 

 

 

-Felix-

 

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